Natur- und Umweltschutz

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sind die „Umweltpartei“, daran wird sich nichts ändern!
Zur Abwehr von Zersiedelung und Beschädigung durch exzessive Landwirtschaft und Verkehrsplanung bleibt der Ankauf von schützenswerten Flächen derzeit effizientester Naturschutz.  Alle Maßnahmen müssen in enger Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden und dem Landschaftspflegeverband durchgeführt werden. Die Ausweisung von  landkreis-übergreifenden Naturschutzgebieten war bislang Aufgabe des Bezirks. Durch eine Änderung der Naturschutzgesetze in Bayern ist hierfür der Bezirk Mittelfranken nicht mehr zuständig. Das ist rückgängig zu machen!

Die oberste Leitlinie von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist der integrierte Umwelt- und Naturschutz, der auf eine ökologisch verantwortbare Nutzung aller sonstigen wirtschaftlichen Flächen zielt.

Der Bezirk Mittelfranken als Eigentümer des Gutes Eggenhof in der Gemarkung Uttenreuth östlich von Erlangen ist aufgefordert, der flächenfressenden Strassenplanung „Südumgehung Buckenhof - Uttenreuth“ entgegenzutreten und sich für den Schutz von Bannwald und der Wassergewinnungsanlage Erlangen einzusetzen.

Grundsätzlich gilt: Bei der Gewässer-pflege ist der Schutz des Wassers vor dem Menschen eine ebenso wichtige Aufgabe wie der Schutz des Menschen vor dem Wasser.
Dem Bezirk Mittelfranken wurde die Zuständigkeit für „Gewässer 2. Ordnung“ durch eine unsinnige Verwaltungsreform entzogen! Ab 1.1.2009 ist dafür die Bezirksregierung zuständig. Hier kann schnell ein Interessenskonflikt mit landesplanerischen Maßnahmen (z. B. Straßenbau trotz Wasserschutzgebiet) entstehen.


GRÜNE fordern:

  • Rückhalteflächen für Hochwasser vor Ort, um Überschwemmungen zu verhindern.
  • Erhalt von naturnahen Flußauen und ökologisch wertvollen Feuchtwiesen.
  • Erstellung eines gesamtökologischen Konzeptes für den Bereich nachhaltigen Wasserschutzes (z.B. Renaturierung der Bach- und Flussläufe,
  • Keine weitere Baulandausweisungen in Uferbereichen, Bepflanzung und „Entsiegelung“ oftmals völlig verbauter Uferbereiche).


Deshalb fordern wir GRÜNE: Diese Verlagerung der Zuständigkeit muss rückgängig gemacht werden!

Ein aktiver Naturschutz dient dem Erhalt der traditionsreichen mittelfränkischen Kulturlandschaft.

Es war ein umweltpolitischer Rückschritt, als im Jahre 2004 etwa 115.000 Euro an Zuschüssen für Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz und Umwelthilfe Erlangen im Haushalt der Mittelfranken-Stiftung „Natur-Kultur-Struktur“ gestrichen wurden. Diese massive Kürzung durch die CSU bedeutete für viele Umweltprojekte und Umweltbildungsmaßnahmen in Mittelfranken das Ende. Es verhöhnte das Engagement von vielen Menschen, die sich für den Schutz von Natur und Umwelt einsetzen. Dies ist rückgängig zu machen und in der nächsten Wahlperiode genügend Geld dafür bereit zu stellen.
Wir GRÜNE fordern die verstärkte Unter-stützung der kleinbäuerlichen, regionalen landwirtschaftlichen Betriebe und vor allem die des ökologischen Landbaus. Der ökologische Landbau ist die nachhaltigste Form bäuerlicher Landwirtschaft, weil er ohne Chemie in geschlossenen Kreisläufen mit positiver Energiebilanz vollwertige, unbelastete Lebensmittel produziert. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wollen den ökologischen Landbau und regionale Wirtschaftskreisläufe zum Leitbild der bäuerlichen Landwirtschaft in Mittelfranken machen. Grüner Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass Genmais in Triesdorf nicht zum Einsatz kommt, dass Käfighühnerhaltung in den Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf der Vergangenheit angehört. Die GRÜNEN haben entscheidenden Anteil, dass es zwischen den Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf und dem ökologisch geführten Demeter-Betrieb Müßighof bei Absberg am Brombachsee eine Zusammenarbeit gibt.

Unser Ziel bleibt die Umstellung der Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf auf ökologischen Landbau.

Im Sinne der Biodiversität befürworten wir die ökologische Bewirtschaftung von ungefähr 6 ha Fläche der Saatzucht in Triesdorf mit Winterweizensorten, die für den ökologischen Anbau empfohlen werden.

Diese unabhängige Saatzucht garantiert Vielfalt, Sortenerhaltung und Sortenentwicklung. Wir setzen uns für eine langfristige Perspektive und für entsprechende finanzielle Mittel für die Saatzucht ein.

Die Ausbringung gentechnisch veränderten Saatguts auf bezirkseigenen Flächen ist nicht zu verantworten. Der Bezirk Mittelfranken muss sich zur gentechnikfreien Region erklären.

Öko- bzw. Vollwertkost muss ein Pflichtbestandteil der bezirkseigenen Kantinen und Krankenhausküchen werden. Die Erzeugnisse der landwirtschaftlichen Lehranstalten wie auch der klinikeigenen Gärtnereien sind vorrangig zu nutzen. Wir GRÜNE wollen regionale Wirtschaftskreisläufe und kurze Transportwege.

Wir fordern, dass der Einkauf regionaler und ökologischer Produkte erste Priorität hat. Bestrahlte und/oder mit Hilfe der Gentechnik hergestellte Lebensmittel sind auszuschließen. Nur mit dezentralen Küchen vor Ort sind solche Ziele zu erreichen.

Der Bezirk Mittelfranken muss seinen Einfluss geltend machen, um den öffentlichen Personen- und Nahverkehr (ÖPNV) stärker zu vernetzen und auszubauen, im Hinblick auf Umweltschutz und barrierefreie Mobilität.

Beim Klimaschutz muss der Bezirk Mittelfranken seine Vorbildfunktion aktiv wahrnehmen! Wir fordern eine energetische Sanierung aller Bezirksgebäude. Der Fuhrpark des Bezirks muss auf umweltschonende Fahrzeuge umgerüstet werden. Der Bezirk muss regenerative Energien stärker fördern: Wo immer möglich sollen Solaranlagen auf Bezirksgebäuden zu einer umweltverträglichen Energieerzeugung beitragen. Der Bezirk soll Dächer auf bezirkseigenen Einrichtungen für Bürgersolarinitiativen zur Verfügung stellen.

In allen Einrichtungen des Bezirks ist konsequenter Natur- und Umweltschutz zu praktizieren, wie z. B. Müllvermeidung, Energiesparmaßnahmen, Nutzung regenerativer Energien, ökologisches, flächenspa-rendes Bauen und ökologischer Landbau.