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28.05.2014

Planungen des Bezirks ergeben neue Möglichkeiten für die Stadt Nürnberg

Neue Flächen für die Stadtentwicklung durch Umbau des Zentrums für Hörgeschädigte

Wegen des erheblichen Strukturwandels in der Nürnberger Weststadt, der von großen Betrieben (Quelle, AEG,...) geprägt war, ergeben sich neue Perspektiven für die Stadtentwicklung. Im Herbst 2013 wurde in einer offenen Planungswerkstatt mit 4 Landschaftsarchitekturbüros unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern Pläne für "ein neues Gesicht für den Heinickeplatz" entwickelt. Drei Ziele werden vordringlich benannt:

  • Aufwertung von bestehenden Spiel-, Freizeit- und Erholungsflächen
  • Schaffung einer übergeordneten Freiraumverbindung
  • Aufbau einer Wegeverbindung zwischen Weststadt und Pegnitztal


Zu den Gebäuden gehören der denkmalgeschützte Altbau, ein Jugendstilbau mit wunderschönem Interieur. Dieser soll erhalten und sensibel saniert werden. Die Anbauten aus dem Jahr 1979 (Wörrleinbau) und ein Internatsgebäude umschließen aktuell den Schulhof. Die Generalsanierung sieht nach einem Kompaktkonzept vor, zunächst den Altbau zu sanieren und darin anschließend das gesamte Raumprogramm für die Schule und 8 Tagesstättengruppen unterzubringen. Die "Neubauten", allesamt in Betonbauweise, werden abgebrochen und durch einen wesentlich kleineren Anbau mit Speisesaal und Küche im EG und Turmhalle mit Nebenräumen im OG ersetzt werden. Mit abgebrochen wird die alte Sporthalle in diesem Flügel, die aus der Denkmalliste herausgenommen wurde, was den ambitionierten Plan erst möglich macht. Erfreulich sind die geplanten Energiestandards für den Neubau (EnEV 2016 oder Passivhausstandard) und energetischen Maßnahmen wie Verwendung von LED-Technik und Photovoltaik für eigen verbrauchten Strom.
Nach Fertigstellung der Umbauten wird ein Teil der Fläche des ZfH für neue Planungen frei werden, für die es noch kein Konzept gibt. Synergieeffekt von Stadt und Bezirk für die Stadtentwicklung, d.h. die Nutzung durch die Öffentlichkeit wird die Wegführung entlang der Pegnitz am Rand der Freifläche des ZfH. Eine Lösung für den Mangel an Freifläche, v.a. eines Bolzplatzes kann mit dem Sportplatzes des ZfH an der Pegnitz erzielt werden, den dann die Stadt Nürnberg übernimmt.
Mittelfristig bietet der geringere Flächenverbrauch des ZfH neue Chancen für den Stadtteil. Hier wird man wohl abwarten, wie sich das Quartier bis dahin entwickelt.